Die Ausbildung gliedert sich in Theorie und Praxis und beide Teile werden mit einer Prüfung abgeschlossen.
Theoretische Ausbildung
Der theoretische Teil ist in folgende Bereiche unterteilt:
Fellkunde
Fellarten bestimmen und Fellpflegemaßnahmen entsprechend wählen
Hunderassen und Mischlinge erkennen können
Besonderheiten und Probleme verstehen und behandeln
Materialkunde
Werkzeuge und deren Anwendungsbereiche
Saloneinrichtung (z.B. Schertisch, Hundeföhn uvm.)
Salonhygiene (z.B. Flächendesinfektion, Parasitenbekämpfung uvm.)
Pflegematerialien (z.B. Hundeshampoo, Ohrpuder uvm.)
Sicherheitsmaterialien (z.B. Maulkörbe uvm.)
Utensilien und Hilfsmittel (z.B. Galgen, Mischflaschen uvm.)
Fellkürzung
Schnitttechniken
Trimmen (Rauhaarkürzung) und Carving (Auskämmen des Unterfells)
Pfotenpflege und Krallenschneiden
Ohren zupfen
Exoten
Schur und Fellpflege von Katzen und Kaninchen
Tierverhalten
Körpersprache, Tierkommunikation
Angst und Aggression erkennen und unterscheiden
angemessenes Einwirken auf verschiedene Verhaltensweisen
Tiergesundheit
Grundkurs zum Körper des Hundes
Grundlagen zum Schmerzverhalten
Parasiten erkennen
Erste Hilfe beim Hund
Verwaltung
kaufmännisches Grundwissen
Versicherungen und Steuererklärung
Werbung und Marketing
Kundenservice
Für die theoretische Ausbildung steht Ihnen nicht nur das Online-Lehrmaterial zur Verfügung, sondern es wird besonders in den Bereichen Tierverhalten und Tiergesundheit durch das Buch und Workbook "Emotionen bei Hunden sehen lernen" ergänzt. Durch eine Hospitation in der Hundeschule Greh wird dieses Wissen in der Realität vertieft.
Praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung findet in der "Fellpflegerei" statt.
Die Auszubildenden erleben an zwei Wochentagen den Arbeitsalltag als Hundefriseur, übernehmen dort unter Anleitung Schritt für Schritt die komplette Fellpflege und werden auch in die Hygienemaßnahmen vor Ort (Reinigung von Werkzeug, Arbeitsplatz und Hundesalon) eingebunden. Des Weiteren werden hier Terminierung und der Umgang mit Kunden in der Praxis vorgestellt.
Die Azubis beobachten oder erledigen Arbeiten an realen Kundenhunden. Es wird darauf geachtet, dass an den Ausbildungstagen möglichst viele verschiedene Felltypen und Hunderassen oder Mischlinge präsentiert werden, um möglichst viel theoretisch erarbeitetes Wissen in der Praxis anwenden zu können.